Manfred Kyber

Aus Bewusste Menschen
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Manfred Kyber [1]


Aus der Wikipedia:


Manfred Kyber (* 18. Februarjul. / 1. März 1880greg. in Riga, damals Russisches Kaiserreich; † 10. März 1933 in Löwenstein) war ein deutscher Schriftsteller, Theaterkritiker, Dramatiker, Lyriker und Übersetzer deutschbaltischer Herkunft, der vor allem durch seine ungewöhnlichen Tiergeschichten bekannt geworden ist. [2]


Zitate

"Es ist nicht leicht, heute über Tierschutz und Kultur zu schreiben für eine Menschheit, die weder das eine noch das andere ihr eigen nennen kann. Denn unsere zivilisatorischen Errungenschaften bedeuten keine Kultur, so gerne und so oft sie auch damit verwechselt werden, und unser naturfernes, mechanisiertes Schablonendenken hat uns vom eigentlichen Menschentum weit genug hinweg geführt ..."

"Nur "kleine Geister" fühlen sich im anthropozentrischen Gesichtswinkel behaglich. "Kleine Geister" aber werden eine neue Kultur nicht fördern! Niemals kann eine neue Kultur beschritten werden von Menschen, die in Tieren nur Ausnutzungsobjekte sehen, die sie schlachten, fressen oder sonstwie ihrem Eigennutz im niedrigsten Sinne dienstbar machen."

"Das Weltbild dieser Kulturwende ist ein grandioses Schachspiel zwischen Weiß und Schwarz, das von zahllosen Wesenheiten gespielt wird auf dem Schachbrett menschlicher Seelen, die sich in Freiheit entscheiden sollen und werden, ob sie vergötterte oder satanisierte Intelligenzen werden wollen, ob sie Aufstieg oder Untergang wählen."

"Alle Tiere sind Geschöpfe Gottes, bringe ihnen der Liebe Gral und tilge von deiner entweihten Stirne der Menschheit blutiges Kainsmal. Alle sind deine Brüder und Schwestern, mit dir in die Kette der Dinge gereiht. Erst wenn das letzte Geschöpf befreit ist, bist du, Befreier, selber befreit. Über allem, was atmet, halte schirmend, Geweihter des Grales, deinen Schild. In allem, was atmet, bist du und dein Leben und Gottes Ebenbild."

"Die Welt ist voller stummer Bitten, die nicht gehört werden. Es sind Menschen, die sie nicht hören. Es scheint unmöglich, diese stummen Bitten zu zählen. So viele sind es ... Aber sie werden alle gezählt. Sie werden gebucht. Sie werden gebucht im 'Buch des Lebens'."

„Niemals ist eine wahre Kultur denkbar, ohne dass sie im Tier das brüderliche Geschöpf achtet, das gleich uns im Rade des Lebens den mühsamen Weg seines diesseitigen Daseins wandert. Eine Menschheit, die das Recht ihrer wehrlosen Mitgeschöpfe nicht anerkennt, hat selbst ihr eignes Recht und ihr eignes Dasein verwirkt. Die Menschheit allein, die geschwisterlich das Recht der Tiere wie ihr eigenes kennt und achtet, wird, gottnahe und naturnahe, der Träger einer kommenden Kultur sein."

"Der Mensch glaubt, er sei berufen zu herrschen. Doch er ist nur berufen, zu dienen. Dem Leben, in allen seinen Formen, auch dem der kleinsten Kreatur."

"Wir sind dieser Schöpfung eingeordnet, nicht übergeordnet, und wir werden ein neues und besseres Menschentum nur erreichen, wenn wir die Gemeinsamkeit alles Lebens begreifen und heiligen."

"Das Elend der Menschen wird so lange dauern, wie der Jammer der Tiere zum Himmel schreit."

"In der Seele des Tieres begegnen wir uns selbst.“

"Die Seele der Tiere ist wie ein Spiegel der Seele der Welt. Wer in sie hineinschaut, erkennt die Tiefe des Lebens."

"Die Tiere sind die fühlenden Brüder des Menschen, und wir müssen sie behandeln wie Brüder und nicht wie Sachen, die man gebraucht und wegwirft."

„Wir brauchen nicht nur einen Tierschutz der Barmherzigkeit, sondern einen Tierschutz der Gerechtigkeit. Das Tier hat ein Recht auf sein Leben, genau wie der Mensch.“

„Die Menschen sind den Menschen und den Tieren nicht ältere Brüder geworden, sondern Tyrannen und Mörder, und darum tragen sie das Zeichen Kains auf ihrer Stirne, und alle Geschöpfe Gottes fliehen, wenn sie das "Ebenbild Gottes" sehen. Glaubt es mir, liebe jüngere Brüder, es ist entsetzlich, ein Mensch zu sein, wenn man den Weg der Liebe wandeln will und man es voller Grauen begreift, dass man ein Gezeichneter ist in Gottes Schöpfung.“

"Nur wer auch im Tier und in jedem Lebewesen Gefühl und Daseinsrecht achtet, wird in ihm nicht etwas Minderwertiges, nicht Objekt des Nutzens sehen, sondern den Genossen des Schicksals, den Kameraden eines gemeinsamen Werks."

"Um die Natur zu erkennen, muß man ihre Geschöpfe verstehen. Um ein Geschöpf zu verstehen, muß man in ihm den Bruder sehen."

„Wir müssen versuchen, einander die Bürde tragen zu helfen, Menschen, Tiere und allem was lebt. Das ist der Weg zum Licht.“

"Nur kleine Seelen haben den Dünkel ihrer vermeintlichen menschlichen Hoheit über das Tier"

"Den meisten Menschen geht über ihrer materialistischen Denkungsweise leider jedes Naturempfinden und Schauen und das Sich-einfühlen-Können in jedes kleinste Tier, sei es eine Raupe, vollends ab. Das kann man nur mit großer Liebe. Nicht das Denken erlöst die Welt, sondern die Liebe.“

"Wenn der Mensch wüßte, daß Tiere sprechen können, würde er ihnen dann zuhören? Denn die Menschen glauben, zwischen ihnen und den Tieren sei ein Abgrund.

"Es ist nur eine Stufe im Rad des Lebens. Denn wir sind alle Kinder einer Einheit."

"Es ist nur meist so, daß es bei den Tieren um einiges weniger bewußt und persönlich ist als bei den Menschen. Sie gehen noch mehr zurück in eine Gesamtheit, aber auch dieses alles sind Stufen, und sie sind schwer faßbar für ein menschliches Begreifen.

„Hiermit komme ich zur Wertung der Jagd als Vergnügen, wie sie noch in weiten Kreisen heute Geltung hat. Und nicht nur als Vergnügen wird sie von vielen ausgeübt, sie wird auch noch mit einem ebenso alten, wie dummen Sprachgebrauch als ein „edles“ Vergnügen bezeichnet. Edel an der Jagd ist tatsächlich gar nichts, denn das Töten von Geschöpfen hat niemals auch nur irgendetwas Edles an sich."

"Es ist nur meist so, daß es bei den Tieren um einiges weniger bewußt und persönlich ist als bei den Menschen. Sie gehen noch mehr zurück in eine Gesamtheit, aber auch dieses alles sind Stufen, und sie sind schwer faßbar für ein menschliches Begreifen. Es sind ja auch viele Menschen noch wenig bewußt und leben ähnlich wie die Tiere, im Mutterleib einer Gruppe gebettet, eines Volkes, eines Stammes oder einer Familie. Nur starke Geister schaffen schon über diesen Rahmen hinaus am kommenden Menschentum. Darum ist es so sehr wichtig, daß die Menschen sie als ihre Geschwister betrachten. So müssen wir alle gemeinsam in eine Welt hineinwachsen, die besser und glücklicher ist, als das Dasein von heute. Diese Welt müssen wir bauen und bereiten helfen, und in ihr wird für Menschen und Tiere alles bewußter und lichter sein."