Jean Jacques Rousseau

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Jean-Jacques Rousseau [1]


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Jean-Jacques Rousseau [ʒɑ̃'ʒak ʁu'so] (* 28. Juni 1712 in Genf; † 2. Juli 1778 in Ermenonville bei Paris) war ein Genfer Schriftsteller, Philosoph, Pädagoge, Naturforscher und Komponist.

Seine der Aufklärung zugehörige politische Philosophie erlangte Bedeutung in Europa und darüber hinaus. Er gehörte zu den Vordenkern der Aufklärung und war ein wichtiger Wegbereiter der Französischen Revolution. Rousseau hatte zudem großen Einfluss auf die Pädagogik des späten 18. sowie des 19. und 20. Jahrhunderts im europäischen Kulturkreis. Sein Werk ist unlösbarer Bestandteil der französischen und der europäischen Literatur- und Geistesgeschichte. Der Rousseau verkürzend zugeschriebene Aufruf „Zurück zur Natur!“ (Retour à la nature!) fand zahlreiche Anhänger auf theoretischer Ebene wie auch in der gesellschaftlichen Praxis.

Abweichend vom vorherrschenden Zeitgeist, der vom Fortschrittsglauben der Aufklärung und dem Ideal der Vernunft geprägt war, setzte Rousseau seine Akzente bei der Naturnähe (nature) und beim Gemeinwillen (volonté générale). Für ihn war der vermeintliche zivilisatorische Fortschritt mit zunehmender sozialer Ungleichheit verbunden und mit einem Rückschritt für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Seine postum (1782–1790) veröffentlichte Autobiografie Die Bekenntnisse wurde wegen ihrer Offenheit und der schonungslosen Kritik an sich selbst bekannt und wird noch heute viel gelesen und diskutiert. [2]


Zitate

"Offenbar ist es so, dass ich kein Lebewesen, welches mir gleich ist, verletzen darf, nicht weil es ein Vernunftswesen ist, sondern weil es ein empfindsames Wesen ist."

„Es gibt eine gewisse Eintracht der Seelen, die sich sogleich beim ersten Anblick bemerkbar macht.“

„Was zu Herzen gehen soll, muß von Herzen kommen.“

„Das Gewissen ist die Stimme der Seele. Die Leidenschaften sind die Stimme des Körpers.“

„Der Charakter offenbart sich nicht an großen Taten; an Kleinigkeiten zeigt sich die Natur des Menschen.“

„Auf seine Freiheit verzichten, heißt auf seine Menschenwürde, Menschenrechte, selbst auf seine Pflichten verzichten.“

„Die Selbstliebe ist die Quelle, der Ursprung und das Prinzip aller unserer Leidenschaften; sie allein entsteht mit dem Menschen und verläßt ihn nie, solange er lebt.“

„Indem ich mich bemüht habe, meine eigene Achtung zu verdienen, habe ich gelernt, auf die der anderen, die in der Mehrzahl gut ohne die meine auskommen, zu verzichten.“

„Nicht der Mensch hat am meisten gelebt, welcher die höchsten Jahre zählt, sondern der, welcher sein Leben am meisten empfunden hat.“

„Ein schwacher Körper schwächt die Seele.“

„Wenn ein jeder sich selbst genug wäre, brauchte er nur das Land zu kennen, das ihn ernähren kann.“

"Wer an's Ziel kommen will, kann mit der Postkutsche fahren, aber wer richtig reisen will, soll zu Fuß gehen."

„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.“

„Der höchste Genuss besteht in der Zufriedenheit mit sich selbst.“

„Ich bevorzuge Freiheit mit Gefahr als Frieden mit Sklaverei.“

„Der Mensch ist frei geboren, und liegt doch überall in Ketten.“

„Menschen, die wenig wissen, sind normalerweise gute Redner, während Männer, die viel wissen, wenig sagen.“